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So wirst du fit für dein Vorstellungsgespräch

Du wurdest zum Vorstellungsgespräch eingeladen und damit steigt sowohl die Freude, für den nächsten Bewerbungsschritt ausgewählt worden zu sein, als auch die Aufregung. Wahrscheinlich schwirren dir jetzt viele Fragen durch den Kopf: Wie läuft ein Vorstellungsgespräch ab? Wie kann man mit der entsprechenden Vorbereitung dafür sorgen, auch unter einem hohen Stresslevel mit Souveränität und Professionalität zu punkten? Auf welche Fragen sollte man vorbereitet sein? Was lässt man besser bleiben? Antworten auf diese Fragen findest du hier. 

    Vorbereitung

    Die Gesprächsvorbereitung

    Wie schon beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen ist jedes kleine Detail an Wissen über das Unternehmen wichtig und kann - im richtigen Moment verwendet - das i-Tüpferl gegenüber den anderen BewerberInnen sein. Eine ausführliche Onlinerecherche auch in Karriereportalen oder Presseberichten können dir einen wesentlichen Vorsprung bringen.

    Lässig mit Jeans oder elegant mit Anzug/Kostüm zum Vorstellungsgespräch?

    Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Vielmehr hängt die ideale Kleidung davon ab, auf welche Stelle und in welcher Branche du dich bewirbst. Eines ist aber sicher: Ein gepflegtes äußeres Erscheinungsbild ist Pflicht. Adrette aber nicht übertrieben elegante Kleidung wird als selbstverständlich erachtet, egal ob du dich in einem Traditionsbetrieb oder einem hippen Start-up vorstellst. 

    Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

    © contrastwerkstatt - Fotolia.com

    Wichtig ist, dass du dich in deinem Outfit wohl und sicher fühlst. Für Männer reicht die Auswahl von sportlich-elegant (Lederschuhe - abgestimmter Gürtel - Chino/Stoffhose - Hemd) bis zum klassischen Anzug. Weibliche Bewerberinnen müssen auf jeden Fall darauf achten zu enge Röcke, Blusen oder zu tief ausgeschnittene Dekolletés zu vermeiden. Trage nicht zu dick aber auch nicht zu wenig auf, der Mittelweg zählt! Dies gilt sowohl bei der Kleidung als auch bei den Accessoires (Uhren, Schmuck, Make-up, Parfum, usw.). Ideal ist daher Kleidung, die deinen Stil repräsentiert und zum Unternehmen sowie zur angestrebten Position passt. 

    Gespräch

    Der Einstieg ins Gespräch

    Der erste Schritt ins Vorstellungsgespräch beginnt meistens mit Small Talk. Er dient dem Vorstellen der anwesenden Personen und dem Nervositätsabbau. Hier tauscht man Höflichkeiten aus und natürlich kommt es auch zum Handshake: aber erst, sobald dir die Hand dazu entgegengestreckt wird! 

    Der Hauptteil des Vorstellungsgesprächs

    Vorstellungsgespräche laufen sehr individuell ab, üblich ist aber eine Phase der Selbstpräsentation, in der du insbesondere mit allen Informationen überzeugen kannst, die deinen Werdegang zusätzlich zum Print-Lebenslauf ergänzen.

    Rückfragen der beteiligten Personen musst du auf jeden Fall höflich und ehrlich beantworten, ohne dich aber dabei in ein schlechtes Licht zu rücken. 

    Das Bewerbungsgespräch

    © Rido - Fotolia.com

    Weiters üblich sind Fragen durch die Personalverantwortlichen, die in konkretem Zusammenhang mit der freien Stelle stehen und deine fachliche Eignung offenlegen sollen. Auch wenn du nicht alle Fragen beantworten kannst, so klingt ein "Da werde ich mich auf jeden Fall einarbeiten!" besser als ein "Nein, davon hab ich keine Ahnung!" In diesem Gesprächsteil solltest du die Informationen, die du über das Unternehmen gesammelt hast, direkt in die Konversation einbringen. Damit zeigst du dein dein Interesse am Unternehmen, was häufig Pluspunkte bringt. Es versteht sich aber von selbst, dass ins Wort fallen oder gar jemanden zu unterbrechen ein absolutes No-Go ist. 

    Abhängig von deinem Charakter, vor allem wenn du weißt, dass du anfällig für Lampenfieber bist, kann ein Selbsttraining vor dem Spiegel oder der/dem Familie/PartnerIn/FreundIn helfen.

    Rückfragen und Details

    Gegen Ende des Vorstellungsgesprächs werden nicht nur organisatorische Details (frühestmögliche Verfügbarkeit, Arbeitszeiten, Gehaltsvorstellungen, etc.) geklärt. Du hast in diesem Abschnitt die Chance durch Rückfragen einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Kluge und aufmerksame Fragen nach der vakanten Position und dem Unternehmen, die die beteiligten Personen aber nicht vor den Kopf stoßen, steigern deine Chance auf den Traumjob. Sie zeigen, dass du echtes Interesse hast und dass dein Horizont auch über die konkrete Stelle hinausreicht.

    Die Verabschiedung

    Das Ende des Gesprächs naht und die Entspannung ist nahe? Noch nicht! Gerade im letzten Moment der Verabschiedung ist es angebracht, dass du dich noch einmal höflich für das Gespräch und die angenehme Atmosphäre bedankst, dich per Händedruck mit Augenkontakt, im Idealfall mit Nennung des Namens und ggf. Titels bei allen beteiligten Personen verabschiedest.

    Nachbereitung

    Nach dem Gespräch

    Wenn nach dem Vorstellungsgespräch erst mal die große Entspannung einsetzt, solltest du trotzdem analysieren, was bei dem Gespräch gut gelaufen ist und wo noch Luft nach oben ist. 

    Immer öfter anzutreffen sind kurze Dankesschreiben etwa einen Tag nach dem Gespräch. In einer kurzen E-Mail kannst du dich noch mal förmlich bedanken und dein Interesse an der Stelle erneut bekunden. Ob dies angebracht ist oder zu aufdringlich wirkt, musst du vom Einzelfall und auch ein bisschen von deinem Bauchgefühl abhängig machen. 

    Nachbereitung des Vorstellungsgespräches

    © undrey - Fotolia.com

    In der Regel solltest du innerhalb von 1-2 Wochen nach dem Gespräch eine Rückmeldung erhalten. Sollte sie negativ ausfallen: Schade! Nutz' die Chance, den gesamten Bewerbungsprozess zu analysieren und Schwachpunkte zu eruieren. Wenn es geklappt hat: Gratulation! Und wenn du keine Antwort erhältst: Nachfragen ist durchwegs erlaubt.

    Top 5 Fragen

    Die Top 5 Fragen im Vorstellungsgespräch

    Was sind Ihre Schwächen?

    Der Klassiker aller Fragen! Aber kein Grund zu lügen, sondern am besten eine deiner ehrlichen Schwächen mit einem Lösungsansatz nennen.

    Was sind Ihre Stärken?

    Es zählen kurz und prägnant erwähnte Eigenschaften zu deinen berufsbezogenen Stärken. Noch besser ist es, wenn du diese Eigenschaften auch in einen Kontext mit Praxisbezug oder schon eventueller Berufserfahrung setzen kannst.


    Typische Fragen im Bewerbungsgespräch

    © igor - Fotolia.com

    Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

    Die Frage läuft darauf hinaus, dass der Arbeitgeber wissen möchte, ob du ihm dauerhaft erhalten bleibst. Am besten antwortest du mit einem "Hier im Unternehmen" und bringst deinen Wunsch zur weiteren Fortbildung zum Ausdruck. 

    Was zeichnet Sie gegenüber anderen BewerberInnen aus?

    Der/die PersonalentscheiderIn möchte klar deine Vorzüge hören: Diese zählst du am besten kompakt auf und bringst sie in Bezug zu den dadurch erzielten Ergebnissen.

    Warum möchten Sie gerade für uns arbeiten?

    Hier möchte der/die InterviewerIn hören, was du über das Unternehmen weißt und was es auszeichnet. Und das solltest du ihm bieten.

    Top 10 Do's und Dont's

    Top 10 der Do's und Dont's im Vorstellungsgespräch

    Hier erfährst du, mit welchen Dingen du gleich zu Anfang bei deinem potentiellen Arbeitgeber punkten kannst, und was du unbedingt vermeiden solltest. 

    Do's

    1. 5 Min. vor dem Termin eintreffen, gegen Mundgeruch ein Kräuterzuckerl dabei haben
    2. Gepflegt und gut gekleidet auftreten
    3. Getränkewunsch bejahen
    4. Offene Körperhaltung, Augenkontakt und Lächeln
    5. Wer gerne zittert, der kann einen Stift in der Hand halten
    6. Die GesprächspartnerInnen ab und zu mit dem Namen (und ggf. Titel) ansprechen
    7. Selbstbewusstsein ausstrahlen - auch mit deinen Fragen
    8. Bereite das Gespräch gut vor
    9. Zeig Emotionen und Humor
    10. Sei du selbst - Ehrlichkeit zählt

    Dont's

    1. Unpünktlich oder abgehetzt beim Termin erscheinen
    2. Auch wenn es schwerfällt: RaucherInnen sollten vor dem Gespräch nicht rauchen
    3. Titel in der Anrede vergessen
    4. Unaufgefordert Platz zu nehmen
    5. Auswendig lernen bringt nichts - es fliegt auf
    6. Die Hand von sich aus entgegenstrecken oder bei der Begrüßung sitzen bleiben
    7. Zu viel schwafeln
    8. Kritik an anderen Arbeitgebern oder Kollegen äußern
    9. Dem/der GesprächspartnerIn ins Wort fallen
    10. Unangenehmen Fragen ausweichen
    Checkliste

    Checkliste für dein Vorstellungsgespräch

    • Informationen zum Unternehmen und den beteiligten Personen sammeln.
    • Selbstpräsentation erstellen und üben (mündlich).
    • Lücken im Lebenslauf erklären können.
    • Anreise planen.
    • Outfit rechtzeitig überlegen.
    • Eine Flasche Wasser, ggf. eine kleine Jause, Taschentücher und etwas für den guten Atem einpacken.
    • Alle Bewerbungsunterlagen und einen Stift zur Sicherheit mitbringen.
    • Mobiltelefon rechtzeitig komplett ausschalten.
    • Gedanken zu möglichen Fragen durch die/den GesprächspartnerIn machen.
    • Eigene Stärken und Schwächen abwägen.
    • Erwartungen an den Job festlegen.
    • Eigene Fragen und Rückfragen (individuell und zum zukünftigen Arbeitsplatz) überlegen.
    • Gehaltsvorstellung recherchieren.
    11/2016

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