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Tipps für die Gehaltsverhandlung

Ein für die persönliche Zukunft brisanter, für viele BerufsanfängerInnen aber auch sehr schwieriger Bestandteil im Laufe des Bewerbungsprozesses, sind die Verhandlungen über das Gehalt. Wenn BewerberInnen mit ihren Fähigkeiten, ihrer Erfahrung, ihren Zeugnissen und nicht zuletzt mit ihrer Persönlichkeit die PersonalentscheiderInnen überzeugt haben, muss auch die Frage nach einem fairen Gehalt professionell gehandhabt und diskutiert werden. Strategieloses Ausweichen, Gehaltseingeständnisse weit unter dem üblichen Wert oder komplett überhöhte Traumgehälter können im Nu den positiven Eindruck über eine/n BewerberIn zunichtemachen. Wir geben dir Tipps, wie du auch in dieser Phase des Berufseinstiegs als StudienabsolventIn brillierst. 

    Gehaltswunsch

    Die unausweichliche Frage nach dem Gehaltswunsch

    In der Regel sind die Gehaltsverhandlungen erst in der zweiten Bewerbungsrunde angesiedelt, also wenn der zukünftige Arbeitgeber bereits echtes Interesse an dir hat und mit dem konkreten Gedanken spielt, dich in seinem Unternehmen einzustellen. Mit der Frage nach deinem Gehaltswunsch verfolgt der zukünftige Arbeitgeber aber meistens mehrere Ziele: Er möchte dir ein faires aber logischerweise möglichst niedriges Gehalt zahlen, gleichzeitig aber auch deine persönliche Einschätzung kennenlernen. In Österreich wird es in der Regel als forsch und unhöflich angesehen, wenn du als frische/r AbsolventIn selbst die Frage nach dem Gehalt stellst. Besser ist es, diese heikle Frage abzuwarten und sobald sie auftaucht, gekonnt und mit Augenmaß darauf zu reagieren.

    Gehaltsverhandlung

    © eyetronic - Fotolia.com

    Die individuelle Gehaltsvorstellung ermitteln

    Die Klärung, in welchem Gehaltsrahmen deine zukünftige Stelle liegt, ist oft eine komplexe Angelegenheit, die eine gute Vorbereitung notwendig macht. Im besten Fall verläuft deine Recherche auf mehreren Ebenen. Die Gehälter einiger Berufsgruppen und Unternehmen sind über Kollektivverträge zwischen den Sozialpartnern geregelt, hier sind die Anfangsgehälter je nach Position im Unternehmen relativ einfach herauszufinden. Eine weitere Hilfestellung vor allem für die Branchen ohne Kollektivvertrag können Statistiken und Befragungen bieten, die in unterschiedlichen Abständen speziell für BerufsanfängerInnen von Zeitungen oder dem AMS publiziert werden. Allerdings sind diese Zahlen oft oberflächlich und nur als grober Richtwert zu verwenden.

    Den eigenen Marktwert ermitteln

    Ein erfolgsversprechender Ansatzpunkt ist es, wenn du im privaten Umfeld Vergleichswerte sammeln kannst. Zwar spricht man in Österreich nicht unbedingt gerne über das eigene Gehalt, aber auf verschlungenen Wegen ist es oft möglich, relevante Werte im Freundes- oder Bekanntenkreis abzusammeln. So können dir zum Beispiel StudienkollegInnen oder Kontakte zu AbsolventInnen der Vorjahre einen Überblick darüber geben, mit welchen Einstiegsgehältern sie in das Arbeitsleben gestartet sind. In einigen Studiengängen sammeln auch die Fachschaften oder die Studienberatung in regelmäßigen Abständen die Einstiegsgehälter ihrer AbsolventInnen. Noch idealer ist es natürlich, wenn du jemanden im Wunschunternehmen mit einer vergleichbaren Stelle persönlich kennst. 

    Weitere Punkte, die du auf jeden Fall bei der Berechnung deines Marktwertes beachten musst, sind einerseits die Unternehmensgröße, die regionalen Standortbedingungen aber auch die Konkurrenz, die es für deine Stelle gibt. Hier gilt grundsätzlich: Je höher die Spezialisierung und je prestigereicher das Unternehmen, desto höher sind die Chancen auf ein Top-Gehalt auch als BerufseinsteigerIn. 

    Strategie

    Die richtige Strategie in der Gehaltsverhandlung

    Wenn du deinen Marktwert in etwa einordnen kannst, solltest du dir eine für dich akzeptable Gehaltsspanne überlegen. Nenne deinem/r GesprächspartnerIn eine konkrete Zahl aus dieser Spanne, sobald du danach gefragt wirst, schließlich lässt es sich über konkrete Zahlen besser diskutieren als über fiktive Spannen. Dadurch signalisierst du, dass du dich auch auf diesen Punkt des Bewerbungsprozesses professionell vorbereitet bist. Zeige dich im Gespräch auf jeden Fall kompromissbereit, kläre natürlich auch, ob die Gehaltsvorstellung bereits das 13. und 14. Gehalt (Urlaubsgeld und Weihnachtsremuneration) enthalten und ob es allfällige Sonderzahlungen, Jobtickets oder Boni gibt, die teilweise sogar steuerfrei oder -ermäßigt sind. 

    Richtige Strategie für die Gehaltsverhandlung

    © Alexander Raths - Fotolia.com

    Einige ChefInnen lassen es nicht unversucht, durch das gezielte Schaffen von Unsicherheit bei den KandidatInnen ein möglichst niedriges Gehaltslevel zu erzielen. In solch einem Fall ist es wichtig, auf die Beschwichtigungen (z. B. fehlende Arbeitserfahrung oder Qualifikation) gekonnt zu reagieren, und zum Beispiel Erfahrungen aus vorangegangener Arbeitserfahrung oder auch aus dem Studium wirkungsvoll entgegenzusetzen. Häufig verwenden Vorgesetzte auch das Argument, dass das niedrige Gehalt „ja nur für den Anfang" wäre und sich später möglicherweise erhöhen würde. Beachte hier, dass es sich nicht nur um einen kurzen Lebensabschnitt (z. B. ein Ferialpraktikum) handelt, sondern um den wichtigen Schritt von der Universität in das reale Berufsleben. Ein zu niedrig angesetztes Gehalt kann dir im schlechtesten Fall lange erhalten bleiben und eventuell so manche Zukunftschance verbauen. 

    Am besten vertraust du in den Gehaltsverhandlungen auf dein Fingerspitzengefühl, um dein persönliches Maximum zu erreichen und gleichzeitig deinem Gegenüber das Gefühl zu geben, ein faires Angebot gemacht zu haben, das er auch aus unternehmerischer Sicht vertreten kann. 

    Gehaltserhöhung nach der Probezeit

    Die erste Gehaltserhöhung steht an

    Die ersten Wochen und Monate bei deinem neuen Arbeitgeber sind eine aufregende Zeit. Beide Seiten müssen sich kennenlernen, du musst dich in die vorhandenen Arbeitsprozesse eingliedern, Kontakte zu den KollegInnen knüpfen und zeigen, dass du für den Arbeitgeber die richtige Wahl warst.

    Sobald sich Erfolge einstellen, deine Position im Unternehmen etabliert ist und die Probezeit erfolgreich bestanden ist, kannst du beiläufig in Erwägung ziehen, mit deinem Vorgesetzten über eine Erhöhung des oft mageren Einstiegsgehalts zu sprechen. Normalerweise vergehen vom Einstieg bis zum Zeitpunkt der ersten Verhandlungen über eine Gehaltserhöhung allerdings mindestens ein bis zwei Jahre.

    04/2017

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