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So gelingt der Berufseinstieg

Deine letzten Tage als StudentIn sind gezählt und du fragst dich, wie du am besten in den Arbeitsmarkt einsteigen sollst? Wir haben einige Tipps und Informationen zusammengestellt, die dir den Sprung von der Uni oder Hochschule in den Beruf so unproblematisch wie möglich machen sollen. Dabei dürfen deine persönlichen Präferenzen nicht zu kurz kommen, schließlich ist der Zeitpunkt zwischen Studienabschluss und dem Antritt einer Vollzeitstelle ein wichtiger und meist beständiger Schritt, der sich nicht revidieren lässt. 

    Orientierung

    Der Traumjob - aber in welchem Bereich eigentlich?

    Gerade bei sehr breit aufgestellten Studiengängen stehen viele Studierende am Ende der Ausbildung vor einer schweren Entscheidung. Wenn du im Rahmen deines Studiums wenige Schwerpunkte gesetzt hast oder setzen konntest oder mit manchen Themen nicht dein Arbeitsleben verbringen möchtest, ist eine gute Berufsorientierung angesagt. Schließlich triffst du mit der Bewerbung um eine Stelle eine Entscheidung, die im Normalfall den weiteren Verlauf deines Lebens und deiner beruflichen Karriere leiten werden.

    Auszeit oder sofort durchstarten

    Wenn du deinen Hochschulabschluss schon fast in der Tasche hast, musst du eine wichtige Entscheidung treffen: Auszeit oder ehestmöglich in den Job? Viele Arbeitgeber ermöglichen vor allem langjährigen MitarbeiterInnen heute ein Sabbatical, also einen längeren Sonderurlaub.

    Trotzdem bietet es sich an, die Chance zu nutzen und zwischen dem Abschluss des Studiums und dem Einstieg in die Arbeitswelt eine Auszeit einzulegen. Egal ob es sich um eine Weltreise oder einen abenteuerlichen Selbstversorgungstrip in die Einschicht handelt, die Freiheit dieses Zeitraums kommt nicht so schnell wieder. Natürlich müssen dazu aber auch deine finanziellen Möglichkeiten, deine private bzw. familiäre Situation und vor allem deine Lust und Laune stimmen, damit diese Freiheit nicht in einem Fiasko endet.

    So gelingt der Berufseinstieg

    © contrastwerkstatt - Fotolia.com

    Stellensuche

    Die Suche einer Stelle, die zu deinem Curriculum passt und die vor allem deinen Wünschen gerecht wird, ist nicht immer einfach, auf jeden Fall aber zeitintensiv und mit einigem Aufwand verbunden. Neben den Stellenanzeigen in den großen Zeitungen (hier gilt: je höher das Niveau der Zeitung, desto höher ist auch der Rang der ausgeschriebenen Stellen) sind die meisten Stellenangebote heute vor allem online in den diversen Suchportalen und auf den Websites der Unternehmen verfügbar.

    Auch das Arbeitsmarktservice (AMS) in deiner Nähe sollte dir im Rahmen einer Beratung hilfreich zur Seite stehen können, nicht zuletzt bietet es mit dem eJob-Room ein gut aufgebautes Onlineportal für die Jobsuche.

    Kontakte nutzen

    Wenn du schon während deines Studiums in einer qualifizierten Position gearbeitet oder in Ferialarbeit etwas Praxis in einem Unternehmen gesammelt hast, dann solltest du auf dieses Netzwerk an Kontakten zurückkommen. Häufig werden Stellen intern vergeben oder in Unternehmen wird schon lange über eine Aufstockung des Personalstands diskutiert.

    Das ist deine Chance, um auf den ehemaligen Arbeitgeber zurückzukommen. Ein kurzes Telefonat mit deinem/r damaligen Vorgesetzten oder ein E-Mail an den/die ChefIn der Personalabteilung ist schnell erledigt und schmeichelt den ehemaligen Arbeitgebern sehr. Und nicht zuletzt steht hinter jedem/r MitarbeiterIn wieder ein Netzwerk an Kontakten. 

    Berufseinstieg konkret

    Direkteinstieg oder Trainee?

    Es gibt viele Wege und auch manchen Umweg, die dich mit ein wenig Glück früher oder später auch an die präferierte Position bringen. Der Direkteinstieg ist zwar gerade in Österreich noch recht häufig, aber auch andere Wege über Traineeprogramme oder das Schreiben einer Abschlussarbeit in einem Unternehmen werden immer populärer.

    Direkteinstieg

    Der Direkteinstieg ist der klassische Beginn deiner Karriere. Eine vakante Stelle wird, zum Beispiel in der Zeitung und im Internet, ausgeschrieben. Es folgt die schriftliche Bewerbung, im besten Fall die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch und anschließend die Besetzung des freien Arbeitsplatzes mit der/dem aus der Sicht des Unternehmens besten BewerberIn.

    Praktikum

    Der Begriff "Praktikum" ist sehr umfangreich und wird nicht immer richtig verwendet. Während SchülerInnen in den Ferien gerne ein "Ferialpraktikum" zum Geldverdienen machen, ist ein Praktikum nach dem Hochschulabschluss viel mehr: Es bietet dem/der PraktikantIn die Chance, einen Einblick und ein gewisses Maß an Training in einem Unternehmen zu bekommen. Meistens ist die Vergütung jedoch schlechter als beim Direkteinstieg. Nichtsdestotrotz gelten für Vollzeitpraktika in der Regel die kollektivvertraglichen und arbeitsrechtlichen Bestimmungen.

    So gelingt der Berufseinstieg

    © ESB Professional/shutterstock

    Für den Einstieg in das Berufsleben ist ein Praktikum sicher ein positiver Schritt, da regelmäßig eine Festanstellung daraus entsteht. Ein bisschen Vorsicht ist aber geboten, da sich die Aneinanderreihung von vielen Praktika ("Generation Praktikum") im späteren Lebenslauf nicht unbedingt gut macht und die Bezahlung in der Regel schlecht ist.

    Trainee

    Ein sehr vielversprechender Einstieg in die Arbeitswelt kann die Teilnahme an einem Traineeprogramm sein. Mit diesen in der Regel 12-24 Monate dauernden Programmen sollen die Führungskräfte der Zukunft für das Unternehmen aufgebaut werden. Besonders populär sind Traineeprogramme vor allem in Großunternehmen sowie im Banken- und Versicherungswesen. Aber auch im Bereich von großen Rechtsberatungsunternehmen werden JUS-Studierende als Trainees, häufig auch in Begleitung eines persönlich zugeteilten Mentors, immer häufiger gesucht.

    Trainees durchlaufen dabei verschiedene Abteilungen und Projekte im Unternehmen, damit sich mit der Zeit ihre persönliche Präferenz herausbilden kann. Dadurch erhältst du einen umfassenden Einblick in die Unternehmensstruktur und die unterschiedlichen Unternehmensbereiche und kannst darüber hinaus wertvolle Kontakte knüpfen. Wichtige Themen der Zukunft werden in Seminaren und Veranstaltungen an die Trainees vermittelt. Absicht des Unternehmens ist natürlich, dass der Trainee sich später auch auf einen Bereich spezialisiert und als Fach- und Führungskraft die notwendige Verantwortung übernimmt.

    So gelingt der Berufseinstieg

    © bbernard/shutterstock

    Solltest du die Chance bekommen, als Trainee aufgenommen zu werden, ist dies ein klares Zeichen dafür, dass man deine Qualitäten ernst nimmt. Du sollst fester Bestandteil des Unternehmens werden.

    Abschlussarbeit im Unternehmen

    Vor allem in praxisnahen oder technischen Studiengängen besteht die Möglichkeit, die Abschlussarbeit in Kooperation mit einem Wirtschaftsunternehmen zu schreiben. Auch wenn du in diesem Fall ein Stück deiner Freiheit aufgibst, weil das Ziel der Arbeit nicht mehr verändert werden kann und du dich auch einem zeitlichen Druck unterwirfst, hast du einen großen Vorteil: Dein theoretisches Wissen, das zum Ende des Studiums auf einem Höchststand ist, fließt in einen praktischen Prozess ein.

    Nebenbei lernt dich das Unternehmen als potenziellen Mitarbeiter kennen, wodurch du gegenüber einem/r unbekannten BewerberIn bessere Ausgangschancen hast. Selbst wenn du dich später für eine andere Stelle entscheidest, ist die Verknüpfung von Theorie und Praxis ein relevanter Karrierevorsprung.

    Die ersten 100 Tage

    Tipps für die ersten 100 Tage im neuen Job

    Wenn du nach dem Abschluss deiner Hochschulausbildung den Sprung in den Arbeitsmarkt geschafft hast, darfst du dich nicht auf den verdienten Lorbeeren ausruhen. Stattdessen sind vor allem die ersten Wochen wichtig, um dich in der neuen Arbeit zurechtzufinden, deine Stärken zu zeigen und dich mit den neuen KollegInnen vertraut zu machen.

    1. Sei ein Rädchen im Rad

    Pünktliches Erscheinen am Arbeitsplatz, ein angenehmes Auftreten und vor allem Verständnis für die bisherigen Prozesse und Gebräuche sind Selbstverständlichkeiten, die von dir erwartet werden. Der Versuch, bereits in den ersten Wochen alles umzukrempeln, kann schnell zum Unverständnis deiner KollegInnen führen und negativ auffallen. Gerade in der Anfangszeit ist die Beobachterrolle angesagt.

    2. Beziehungen aufbauen und MitarbeiterInnen kennenlernen

    Ein gutes Arbeitsklima und ein guter kollegialer Umgang können nur dann entstehen, wenn du den anderen MitarbeiterInnen auch Raum für ihre Gedanken gibst. Am besten nutzt du lockere Momente, zum Beispiel beim gemeinsamen Lunch, um ihre Fragen und Bedürfnisse zu hören. Merke dir unbedingt die Titel, Namen und Positionen deiner KollegInnen! Dies zeugt von Respekt aber auch von Feingefühl im Umgang mit Hierarchien.

    Tipps für die ersten 100 Tage im Job

    © nd3000 - Fotolia.com

    3. Versprich nur, was du kannst

    Gerade am Anfang musst du darauf aufpassen, dass du nur das versprichst, was du auch leisten kannst. Ein ehrliches Zugeständnis zählt mehr, als eine vollmundige aber nicht erbrachte Zusicherung.

    4. Sei offen für Kritik

    Das offene Aussprechen von Kritik kann durchwegs unangenehm sein und zu Unsicherheit führen. Trotzdem musst du in kritischen Momenten einen kühlen Kopf bewahren. Nimm dir beruflich motivierte Kritik zu Herzen und frage dich, wie du manche Situation in der Zukunft vielleicht besser lösen kannst.

    5. Ideen für die Zukunft

    Bereits in den ersten Wochen kannst du, vor allem als junge/r AkademikerIn mit dem aktuellsten Wissensstand frisch von der Universität, viele Verbesserungsmöglichkeiten wahrnehmen. Halte dich mit offenen Äußerungen aber zurück und sammle deine Ideen besser für spätere Momente, in denen du sie - zum Beispiel mit deinem Vorgesetzten - besprechen kannst.

    03/2017

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