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Berufseinstieg im Bereich Banken und Versicherungen

Jeder kennt sie, jeder braucht sie: Banken und Versicherungen sind ein selbstverständlicher Bestandteil des Alltags und sind nicht zuletzt auch Branchen, die in der Vergangenheit für gute Ein- und Aufstiegschancen für AbsolventInnen aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen standen. Sie zählten zu jenen Arbeitgebern, die für einen sicheren und oft auch lebenslangen Arbeitsplatz garantierten.

Auch wenn vor allem der Bankensektor seit der Finanzkrise rund um Jahr 2008 an Attraktivität und auch reellen Arbeitsplätzen eingebüßt hat und sich der Erholungsprozess langwierig gestaltet, so steht diese Branche trotzdem oder gerade auch durch den notwendigen Wandlungsprozess offen für deinen erfolgreichen Sprung von der Uni in die Arbeitswelt. Wir haben für dich die Lage auf dem österreichischen Markt analysiert. 

    Der Banken- und Versicherungssektor in Österreich

    AbsolventInnen mit akademischem Background gefragt

    Die Ansprüche an Banken und Kreditinstituten haben sich in den letzten Jahren – unter anderem auch durch die fortschreitende Digitalisierung – verändert. Früher war es üblich, die Bankgeschäfte persönlich in der Filiale zu erledigen. Heute erfolgt ein Großteil aller Bankgeschäfte online oder am Bankomat. Der nicht mehr notwendige Kontakt zum/zur KundenberaterIn ist einer der Hauptgründe, warum in der Branche Filialschließungen und Entlassungen, vor allem im Bereich des PrivatkundInnengeschäfts, leider an der Tagesordnung sind. Österreich verfügt trotzdem nach wie vor über eines der dichtesten Filialnetze der Welt. 

    Berufseinstieg im Bankenwesen

    © Aurielaki - Fotolia.com

    Ganz anders sieht es aber in einigen Teilbereichen des Bankwesens aus, die sich vor allem für AbsolventInnen mit akademischem Background anbieten: Neue und strengere Regulierungen des Finanzmarkts aber auch die Lehren aus der Finanzkrise oder dem einen oder anderen Finanzskandal schaffen Jobs in einem in der Vergangenheit vernachlässigten Bereich: dem Risk- und Compliance-Management. Weiters sind durch die immer stärker werdende Digitalisierung vermehrt SpezialistInnen mit IT-Kenntnissen gefragte KandidatInnen für den beruflichen Anfang in dieser Branche.

    Auch die Versicherungslandschaft in Österreich ist von Anpassungen auf dem Markt betroffen, wenn gleich diese nicht so gravierend ausfallen wie im Bankensektor. Versicherungen sind neben ihrem Hauptgeschäft, dem Versichern von Risiken, vor allem im Bereich langfristiger Kapitalanlagen tätig. Neben ihrem Kerngeschäft übernehmen sowohl Versicherungen als auch Banken wichtige Aufgaben für die Gesellschaft und den sozialen Frieden im Lande: Sie sind unter anderem tätig in der Finanzierung des sozialen Wohnbaus und leisten durch Sponsoring (vom kleinen Maturaball bis zum landesweiten Event) oder der Finanzierung sozialer Projekte einen wesentlichen Beitrag für die Allgemeinheit.

    Das österreichische Banken- und Versicherungswesen im Detail

    Österreich verfügt über rund 670 Bankinstitute und rund 50 Versicherungsunternehmen, deren Größe von der regionalen Kleinbank bis zum global agierenden Weltkonzern reicht. 

    Im Bereich des Bankenwesens sind die beiden größten Player die Erste Group Bank AG und die UniCredit Bank AG Austria. Die Raiffeisen Bank International, die im März 2017 durch die Verschmelzung aus der Raiffeisen Zentralbank (RZB) und der Raiffeisen Bank International (RBI) entstand, ist der drittgrößte Anbieter von Bankdienstleistungen mit Sitz in Österreich. Alle diese Banken haben Mitarbeiterzahlen im jeweils fünfstelligen Bereich und eignen sich durch ihre internationale Orientierung als auch Spartenvielfalt besonders für AbsolventInnen, die ihre Karriere auf dem Bankensektor beginnen möchten. 

    Im Bereich der rund 50 Versicherungsunternehmen sind die UNIQA Österreich Versicherungen AG mit einem Marktanteil (2016) von rund 21 Prozent, die Wiener Städtische/Vienna Insurance Group mit rund 14 Prozent und die Generali Versicherungs AG mit rund 13 Prozent Marktanteil die größten Anbieter. Mit rund 27.000 Beschäftigten ist die Versicherungsbranche auch einer der größten Dienstgeber Österreichs. 

    Top-Arbeitgeber der Branche

    Die beliebtesten Arbeitgeber

    Das trendence Institut hat im Rahmen der Studie "trendence Graduate Barometer Austria" Studenten und Absolventen der Wirtschaft und Technik befragt, bei welchem Arbeitgeber sie sich am ehesten bewerben würden.

    Hier die beliebtesten Unternehmen der Banken-
    und Versicherungsbranche:

    Die beliebtesten Unternehmen der österreichischen Bankenbranche

    Platz im BranchenrankingPlatz im GesamtrankingTop-Arbeitgeber
    1.5. (6,3%)Erste Bank und Sparkassen
    2.9. (5,2%)Oesterreichische Nationalbank
    3.16. (4,6%)Raiffeisen Zentralbank
    4.36. (2,3%)Bank Austria
    5.39. (2,1%)Deutsche Bank

    Die beliebtesten Arbeitgeber der Versicherungsbranche in Österreich

    Platz im BranchenrankingPlatz im GesamtrankingTop-Arbeitgeber
    1.44. (1,9%)Allianz Gruppe
    2.69. (0,8%)Wiener Städtische Versicherung
    3.80. (0,6%)Generali
    4.91. (0,4%)UNIQA
    Berufseinstieg

    Karriere in der Branche

    Österreichische Banken sind nicht nur in den Nachbarländern, sondern auch in den Staaten des Balkans sowie in Russland und der Ukraine beinahe omnipräsent. Gerade für AbsolventInnen, die die Bereitschaft haben, für einige Zeit ins Ausland zu gehen, neue Kulturen und Länder zu entdecken, bieten die österreichischen Finanz- und Versicherungsinstitute daher ideale Voraussetzungen, um diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Noch idealer aber nicht grundlegend notwendig ist es, wenn du eine der Sprachen dieser Länder beherrschst oder für deine Karriere lernen oder verbessern möchtest. 

    Gerne wird ein Einstieg im Banken- oder Versicherungssektor auch als ein Sprungbrett für den späteren Wechsel in die Privatwirtschaft, zum Beispiel in die Unternehmens- oder Steuerberatung oder auch in die Selbstständigkeit genutzt. 

    Berufseinstieg Versicherungsbranche

    © Jeanette Dietl - Fotolia.com

    Dein Einstieg in der Banken- und Versicherungsbranche

    Uni- oder FH-AbsolventInnen werden vor allem für gehobene Stellen im bankinternen Bereich gesucht. Nicht nur die größeren Banken und Versicherungen haben auf den Wandel und ihr in den letzten Jahren eingebüßtes Image reagiert und bieten attraktive Traineeprogramme (beispielsweise Erste Bank), die es dir ermöglichen sollen, deinen Schwerpunkt zu erkennen und eine erfolgreiche Karriere in der Branche beginnen zu können. Die Branche ist heute bemüht, bewusst junge Menschen anzusprechen und ihnen eine berufliche Perspektive zu bieten, die sich nicht nur auf einen Teilbereich des Geschäfts beschränkt. Häufig ist auch die internationale Ausrichtung ein fester Bestandteil der Trainee- und AbsolventInnenprogramme. 

    Dein Studienfach – Deine Karriere

    Gefragte und bestens geeignete Studienrichtungen für einen Einstieg in die Branche sind vor allem Wirtschaftswissenschaften, BWL, Finanz-, Rechnungs- und Steuerwesen oder auch die von einigen Unis und FHs angebotenen Studiengänge mit ausgeprägter fachspezifischer Ausrichtung im Bereich Banking & Finance. Auch das Allrounderstudium VWL ist geeignet.  

    Da sich die Schnittstelle zwischen dem Finanzgeschäft und der IT immer stärker verzahnt, sind auch WirtschaftsinformatikerInnen und nicht zuletzt MathematikerInnen mit wirtschaftlicher Schwerpunktsetzung gefragte Fachkräfte in der Branche. Wie in allen großen Unternehmen sind in der Verwaltung AbsolventInnen mit einer Human Resources-Ausbildung nachgefragt. Auch mit einem Jus-Studium hast du ideale Voraussetzungen für einige Sparten in der Branche.  Wie in allen Wirtschaftszweigen ist ein möglichst brancheninternes Praktikum oder eine studienbegleitende Tätigkeit für deine Bewerbung von Vorteil. 

    Wenn du den Direkteinstieg versuchen möchtest oder dir einen Überblick über das Stellenangebot für Professionals verschaffen möchtest, bietet dir www.bankkariere.at, das Jobportal der Branche, einen guten Ausgangspunkt. 

    Tipp: Aktuelle Stellenangebote findest du in unserer Stellenbörse.

    Arbeitssituation und Gehalt

    Arbeitssituation und Gehälter

    Wie in den meisten Branchen sind die Gehälter und Arbeitszeiten kollektivvertraglich geregelt. Als Richtwerte gelten dabei nach dem AMS-Gehaltskompass Einstiegsgehälter für BetriebswirtInnen, VolkswirtschaftlerInnen oder WirtschaftsjuristInnen im Bankbereich von rund 2.000 bis 2.200 Euro brutto/monatlich, im Bereich der IT (z. B. als DatenbankentwicklerIn) wird mit rund 2.800 bis 3.100 Euro brutto/monatlich wesentlich besser entlohnt. All diese Werte sind Richtwerte für BerufseinsteigerInnen mit einem akademischen Abschluss. 

    Banken und Versicherungen galten in der Vergangenheit nicht gerade als besonders flexible dafür aber verlässliche Arbeitgeber. Feste Hierarchien, starre Arbeitszeiten und nur wenig Möglichkeit der individuellen Entfaltung galten als Schlagworte, die heute nicht mehr in dieser Form gültig sind. Vor allem in den Bereichen mit höher qualifizierten MitarbeiterInnen sind auch Banken und Versicherungen im Heute angekommen und bieten spannende Herausforderungen für deine berufliche Zukunft

    07/2017

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