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Karriere in der IT-Branche

Die Anwendungen der IT (Informationstechnologie/Informationstechnik) sind heute aus praktisch keinem Bereich des Lebensalltags mehr wegzudenken. Egal ob in der Entwicklung von optimal auf den Kunden zugeschnittenen IT-Lösungen, der Wartung, Beratung oder Planung von Hardware; die IT-Branche bietet viele Einstiegsmöglichkeiten für AbsolventInnen mit akademischem Background.

Wir zeigen dir, wo und in welchen Bereichen du nach dem erfolgreichen Abschluss deines Studiums in der IT-Branche Fuß fassen kannst und wie hoch deine Zukunftschancen in dieser Branche sind. Und eines sei gleich vorweg verraten: Da es sich um eine Wachstumsbranche handelt, stehen die Jobchancen für IT-Spezialisten auf dem Arbeitsmarkt sehr gut! 

    Branchenüberblick

    Die IT-Branche? Ein unbegrenzt wachsender Markt?

    Ja, es sieht so aus! Das Wachstum der IT-Branche ist 2016 zum Beispiel etwa doppelt so stark ausgefallen, wie das allgemeine Wirtschaftswachstum (3,3 verglichen zu 1,6 Prozent). Hemmend für das Wachstum – und hier sind sich fast alle ForscherInnen einig – ist der Fachkräftemangel, der in Österreich auf dem IT-Markt vorhanden ist und durch niedrige AbsolventInnenzahlen der Hochschulen verstärkt wird. Die Chancen auf die Traumstelle bei einem Unternehmen und in der Fachrichtung deiner Wahl stehen also sehr gut.

    Karriere in der IT

    © vege - Fotolia.com

    IT-Arbeitgeber in Österreich 

    In der Meinung von Herrn und Frau Österreicher hält sich bis heute fest das Klischee, dass nur „Nerds“ im Bereich der Informationstechnologie Fuß fassen können. Aber vielmehr bieten zukunftsorientierte Mittel- und Großunternehmen gerade für AkademikerInnen aussichtsreiche Führungspositionen, die top Aufstiegschancen für den weiteren beruflichen Erfolg offerieren.

    Der IT-Markt in Österreich ist – neben ein paar wenigen großen Unternehmen – vor allem von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt, die sich stark auf spezielle, hoch entwickelte Produkte bzw. Dienstleistungen spezialisiert haben. Ein „Silicon Valley“ gibt es in Österreich nicht, IT-Unternehmen verteilen sich heterogen auf das gesamte Bundesgebiet. Dies liegt einerseits daran, dass viele Unternehmen bereits auf einer langen Tradition aufbauen und den Sprung von der analogen in die digitale Welt rechtzeitig geschafft haben, andererseits auch daran, dass die Verkehrs- und Kommunikationswege sehr gut ausgebaut sind. 

    Sowohl die MitarbeiterInnenanzahl als auch die Umsatzzahlen betreffend ist die Telekom Austria Group mit Abstand der größte Arbeitgeber der IT-Branche in Österreich. Sie hat ihren Sitz in Wien. Zweitgrößter Arbeitgeber im IT-Bereich ist die Kapsch Group, die bereits auf eine 100-jährige Tradition zurückblicken kann. Im Bereich der öffentlichen Hand ist die Bundesrechenzentrum GmbH (BRZ) mit rund 1.200 MitarbeiterInnen ein attraktiver Arbeitgeber, der IT-Dienstleistungen und E-Government im Auftrag und Eigentum des Bundes durchführt. 

    Berufseinstieg

    Studium und Berufsorientierung

    Die verschiedenen Studiengänge an den Universitäten und FHs spezialisieren sich in der Regel nach einer kurzen Eingangsphase auf verschiedene fachliche Richtungen. In allen neun Bundesländern werden IT-relevante Studiengänge angeboten, wobei das Angebot vom populären Wirtschaftsinformatikstudium an den großen Unis in Wien bzw. Graz und Linz (TU Wien, TU Graz, JKU Linz) bis zu sehr spezialisierten Studienangeboten der kleinen, manchmal auch privaten Fachhochschulen reicht. 

    Eines haben aber alle IT-Studiengänge gemeinsam: Am Anfang werden Basiskenntnisse gelehrt. Nur mit dem grundlegenden Handwerkszeug (Mathematik, Systemlehre, Programmieren und Programmiersprachen, usw.) kann der Schritt in die jeweiligen Vertiefungen gelingen.

    Schwerpunkt wählen

    Spätestens wenn die Studieneingangsphase absolviert ist, musst du als StudentIn eine wichtige Weiche stellen, die auch deine berufliche Zukunft beeinflusst: Die Wahl deines Schwerpunktes. Schließlich werden InformatikerInnen unter anderem in folgenden Wirtschafts- und Forschungsbereichen dringend gesucht: Biologie, Medizin, Umwelt, Medien und Neue Medien, Wirtschaft, Verwaltung, Software, Internet, Datenschutz, und viele mehr. 

    Arbeitgeber in der Branche, egal ob es sich um große Weltkonzerne auf dem Markt der Informationstechnologie oder Unternehmen mit einer kleinen IT-Abteilung handelt, schätzen die Fähigkeiten von JungakademikerInnen hoch ein. Schließlich garantiert ein Studienabschluss, dass der/die BewerberIn tiefe theoretische Kenntnisse erlernt hat, die er/sie im späteren Verlauf des Studiums auch bereits in den häufig projektorientierten Lehrveranstaltungen anwenden konnte. Zusätzlich haben Hochschul- und FH-AbgängerInnen den Vorteil, dass sie in der Regel auch über die notwendigen Soft Skills verfügen. Stichworte wie soziale Kompetenz, Teamfähigkeit und Problemlösungskompetenz geben dir den entscheidenden Impuls für deinen Erfolg auf dem Arbeitsmarkt.

    Karriere in der IT

    © REDPIXEL - Fotolia.com

    In Österreich gibt es neben dem IT-Studium auch den Lehrberuf „Informationstechnologie“, der sich in zwei Spezialisierungen (Informatik und Technik) aufsplittet. Nach einer 3,5-jährigen Ausbildung ist die Lehre abgeschlossen. Gerade für junge AkademikerInnen ist es daher bei der Bewerbung um eine Position in einem IT-Unternehmen wichtig, die Unterscheidungsmerkmale im Curriculum eines Lehrlings und eines/r HochschulabsolventIn herauszuarbeiten.

    Neben den technischen Stärken ist es daher essenziell, auch deine darüber hinaus erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten, die du im Studium vermittelt bekommen hast (z.B. soziale Komponente, Managementfähigkeiten, Führungsqualitäten, kaufmännische Ausbildung, usw.), offen und direkt zu formulieren. Viele Arbeitgeber sind vor allem an Praxiskenntnissen interessiert, daher ist es wichtig, mit deinen weiteren Qualitäten zu punkten. Da IT-Anwendungen und Infrastruktur heute in praktisch allen Unternehmen präsent sind, stehen dir gute Positionen in privaten und öffentlichen Unternehmen aller Größen zur Verfügung. 

    Karriere in der IT

    © Kadmy - Fotolia.com

    Praxis zählt

    Wie auch in den meisten anderen Branchen ist es wichtig, dass du während deiner Ausbildung auch praktisch erste Erfahrung auf dem Arbeitsmarkt sammelst. Ein Praktikum oder die studienbegleitende Arbeitserfahrung als WerkstudentIn sind heute unverzichtbare Bestandteile eines guten Lebenslaufs. Natürlich zählt auch projektbasierte Arbeit auf freiberuflicher Basis dazu.

    Nach dem Abschluss in der Arbeitswelt starten

    InformatikerInnen, sowohl mit einem Bachelor als auch mit einem Masterabschluss, sind sie viel gefragte Experten auf ihrem Fachgebiet. In der Arbeitswelt müssen sie allerdings auch die Bereitschaft mitbringen, gewisse Kompromisse einzugehen. Selten gibt es den perfekten Job, der komplett auf die Inhalte des Studiums abgestimmt ist. Vielmehr wird von IT-ExpertInnen erwartet, dass sie sich in dieser rasant weiterentwickelnden Branche den Erwartungen entsprechen und die Bereitschaft mitbringen, permanent dazuzulernen und an Entwicklungen teilzuhaben.

    Mit dem Abschluss deines Studiums beginnt also nicht das Ausruhen auf den Lorbeeren, vielmehr warten spannende neue Aufgaben auf dich. 

    Erfahre mehr über den Berufseinstieg bei den Top-Arbeitgebern der Branche:

    Top-Arbeitgeber

    Studienteilnehmer wählen beliebteste Arbeitgeber der Branche

    Das trendence Institut hat im Rahmen der Studie "trendence Graduate Barometer - Technik Edition" Studenten und Absolventen befragt, bei welchem Arbeitgeber sie sich am ehesten bewerben würden. Hier die beliebtesten Unternehmen der IT-Branche:

    Die beliebtesten Unternehmen der IT-Branche

    Platz im BranchenrankingPlatz im GesamtrankingTop-Arbeitgeber
    1.1. (14,8%)Google
    2.4. (7,2%)Microsoft
    3.7. (6,0%)Apple
    4.20. (3,4%)IBM
    5.35. (2,0%)Sony
    6.43. (1,5%)SAP
    7.49. (1,3%)Kapsch
    8.55. (1,2%)Frequentis
    9.82. (0,6%)BEKO
    Gehalt und Arbeitszeit

    Die praktischen Fragen

    In der IT-Branche werden im Allgemeinen gute Einstiegsgehälter für Uni- oder FH-AbsolventInnen bezahlt. Sie sind in der Regel über Kollektivverträge geregelt, orientieren sich aber natürlich auch an der Qualifikation des/r MitarbeiterIn. Die höchsten Einstiegsgehälter werden laut des AMS-Gehaltskompasses für IT- bzw. Software-QualitätsmanagerInnen gezahlt. Sie liegen bei ca. 3.660 bis 4.070 Euro brutto pro Monat. Der größte Teil aller 56 durch das AMS erhobenen Einstiegsgehälter der IT-Branche liegt zwischen 2.200 und 3.000 Euro.

    Welches Gehalt Studierende erwarten

    Das trendence Institut befragt Studierende und Absolventen in der Studie "trendence Graduate Barometer 2017 - Technik Edition" alljährlich nicht nur zu ihren Top-Arbeitgebern, sondern auch hinsichtlich ihrer beruflichen Erwartungen zu Arbeitszeit und Gehalt.

    Die Mehrheit der befragten Studierenden (27,2%) mit Präferenz für die IT-Branche geht von einem Jahreseinkommen von rund 30.000 bis 35.000 Euro aus. Eine kleinere Gruppe (18,3%) rechnet mit einem Lohn von durchschnittlich 35.000 bis 40.000 Euro brutto im Jahr. Zudem zeigt sich, dass sich die Gehaltsvorstellungen der weiblichen Teilnehmer stark von denen der männlichen Kollegen unterscheiden. So sind es vor allem die Frauen, die mit durchschnittlich 32.243 Euro jährlich knapp 5.000 Euro weniger Lohn erwarten als die Männer. 

    Erwartetes Jahresgehalt*InsgesamtFrauenMänner
    15.000 bis 20.000 Euro5,0%13,1%2,5%
    20.000 bis 25.000 Euro7,7%12,0%6,3%
    25.000 bis 30.000 Euro6,3%9,1%5,4%
    30.000 bis 35.000 Euro27,2%26,5%27,4%
    35.000 bis 40.000 Euro18,3%13,1%20,0%
    40.000 bis 45.000 Euro12,5%8,4%13,8%
    45.000 bis 50.000 Euro5,3%2,1%6,3%
    50.000 bis 55.000 Euro6,6%2,1%8,0%
    Durchschnitt35.996 Euro32.243 Euro37.195 Euro

    * Bruttogehalt (bestehend aus dem Grundgehalt und Boni o.ä.) 

    Quelle: trendence Graduate Barometer 2017 - Technik Edition, Studierende mit Branchenpräferenz IT-Dienstleistungen

    Die Studierenden mit einer Affinität für den Bereich IT-Dienstleistungen sind etwas bescheidener in ihren Gehaltswünschen als die Techniker insgesamt: Sie verlangen 35.996 Euro brutto Jahresgehalt, 1.000 Euro weniger als die Techniker im Durchschnitt. Dafür wollen sie mit 38 Stunden aber auch 2,9 Stunden weniger in der Woche arbeiten.


    Arbeitszeit in der IT-Branche

    Kollektivvertraglich ist eine Normalarbeitszeit von 38,5 Wochenstunden an maximal fünf Arbeitstagen pro Woche vereinbart.

    Die Befragten des aktuellen trendence Graduate Barometer - Technik Edition, die ihre berufliche Zukunft im Bereich der IT-Dienstleistungen sehen, gehen im Schnitt davon aus, 40 bis 44 Stunden pro Woche zu arbeiten. Männer sind dabei tendenziell eher bereit, Überstunden zu machen (ab 50 Wochenstunden):

    Erwartete wöchentliche ArbeitszeitInsgesamtFrauenMänner
    34 Stunden oder weniger19,8%26,9%17,2%
    35 bis 39 Stunden10,7%1,8%14,0%
    40 bis 44 Stunden56,5%67,2%52,5%
    45 bis 49 Stunden2,9%0%4,0%
    50 bis 54 Stunden6,5%4,0%7,4%
    55 Wochenstunden oder mehr3,5%0%4,8%
    Durchschnitt38,0%35,9%38,8%

    Quelle: trendence Graduate Barometer 2017 - Technik Edition, Studierende mit Branchenpräferenz IT-Dienstleistungen

    Die IT-Branche - eine Männerdomäne?

    Die IT-Branche ist nach wie vor noch eine Männerdomäne, auch wenn sich die Zahlen langsam annähern. So lag im Bereich der IT-Dienstleistungen der Anteil weiblicher Beschäftigter 2016 laut einer statistischen Datenzusammenstellung der WKO (Wirtschaftskammer Österreich) bei nur 30 Prozent. 

    Eine Karriere in der IT-Branche bietet viele Vorteile: perfekte Jobaussichten, spannende und sich neu entwickelnde Aufgabenfelder mit idealen Aufstiegsmöglichkeiten und nicht zuletzt gute Gehälter. Eine Grundvoraussetzung müssen aber alle ITlerInnen mitbringen: Eine gewisse Vorliebe für technische Systeme und Computer.

    06/2017

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