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125 Jahre Kapsch – 125 Jahre Erfahrung mit der Zukunft

09. August 2017

"Geschichte, Gegenwart und Zukunft sind miteinander verbunden. Wir leben im Heute mit unseren Erfahrungen aus mehr als einem Jahrhundert und sollten dabei stets bereit sein, uns von Traditionen zu trennen, um der Zukunft die Tore zu öffnen", so Georg Kapsch, Vorstandsvorsitzender der Kapsch Group, anlässlich des Firmenjubiläums.

Kapsch zählt heute zu den erfolgreichsten Technologieunternehmen Österreichs mit globaler Bedeutung in den Zukunftsmärkten Intelligente Verkehrssysteme (IVS) sowie Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Mittlerweile besteht Kapsch aus vier Schlüsselgesellschaften - Kapsch TrafficCom, Kapsch CarrierCom, Kapsch PublicTransportCom und Kapsch BusinessCom. Die Kompetenzen und Services der vier Geschäftsbereiche ergänzen einander und decken die gesamte Wertschöpfungskette - über einzelne Komponenten, Design und Errichtung von Systemen bis zum Betrieb - aus einer Hand ab. "Wir haben unser Portfolio optimiert, sind vom reinen Systemanbieter und -betreiber auch zu einem Daten- und Serviceanbieter geworden. Unser Kerngeschäft verlagert sich immer mehr von den Autobahnen in Richtung Stadt. Mit unserer Erfahrung im Bereich intelligente Mobilität sind wir prädestiniert dafür, die Smart Cities von morgen mitzugestalten", erklärt Georg Kapsch seine Vision.

Die Ursprünge des Weltkonzerns, der heute Projekte in mehr als 44 Ländern auf allen Kontinenten plant und umsetzt, reichen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, zum Firmengründer Johann Kapsch, zurück.

Werkstatt-Erfolgsgeschichte statt Garagen-Story

Die Firmengeschichte beginnt mit der Gründung einer feinmechanischen Werkstätte 1892 in der Schottenfeldgasse in Wien-Neubau, die zunächst Morse-, Telegrafen- und Telefonapparate erzeugte. 1916 erfolgte die Umwandlung in die Telefon- und Telegrafen-Fabriks-Aktiengesellschaft Kapsch & Söhne. Ab 1918 begann die Fertigung von Kondensatoren. Ein wichtiger Meilenstein war der Einstieg in die Radioproduktion: Kapsch läutete 1924 das heimische Rundfunkzeitalter ein. Erste Radioempfänger mit Röhren und Detektorapparate wurden erzeugt. Zudem war Kapsch Mitbegründer der RAVAG, der Österreichischen Radio Verkehrs AG. Eine besondere Innovation gelang dem Unternehmen 1958: 
"Capri" - das erste Transistorradio Österreichs - kam auf den Markt. Die Produktion von Radio-Empfangsgeräten wurde 1973 eingestellt. Das tragbare Radiogerät und weitere 50 Exponate aus der langen Firmenhistorie sind im Kapsch-Museum in Wien-Meidling zu besichtigen (Führung auf Anfrage).

1930 - erste Fernsehversuche auf der Wiener Messe

Die erste Vorführung von Fernsehversuchen in Österreich fand im Kapsch Pavillon auf der Wiener Messe 1930 statt: auch für die Sende-und Empfangsanlage von Kapsch eine Premiere. Breitflächigen Einzug in die Haushalte hielt das Fernsehen jedoch erst 1955, als Kapsch mit dem TFS-56-Modell das erste Schwarz-Weiß-Fernsehgerät auf den österreichischen Markt brachte. Zwölf Jahre später konnte schon der erste Kapsch Farbfernseher präsentiert werden: Das Modell "Chromomatic" war ab 1967 erhältlich. Der Ausstieg aus der Produktion von Unterhaltungselektronik erfolgte 1985.

Vom Wiederaufbau des Telefonnetzes bis zum digitalen Mobilfunknetz

Gemeinsam mit der österreichischen Post war Kapsch maßgeblich am Wiederaufbau des Telefonnetzes nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt. So kam es 1948 zur Umrüstung der Fernämter auf das Wahlsystem 48, dem ersten österreichweit einheitlichen Selbstwählsystem, das zwei Jahre später in Eferding (Oberösterreich) erstmals in Betrieb ging. Die nächste Innovation ließ nicht lange auf sich warten: 1955 entwickelte das Unternehmen eine neue, geräuscharme Wählscheibe für Telefone, die bis in die 1980er-Jahre im Einsatz waren. Gemeinsam mit der Schrack AG startete Kapsch 1980 mit der digitalen Telefonie und stattete 1984 das Bundesheer und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mit den ersten - aus heutiger Sicht monströs anmutenden - C-Netz-Mobiltelefonen aus. Das erste Telefonat im digitalen GSM-Netz erfolgte wenige Jahre später im Jahr 1991.

Meilensteine im Zugfunk und bei Verkehrssystemen

Die Geburtsstunde für Kommunikationslösungen im öffentlichen Verkehr schlug 1970: Kapsch rüstete die ÖBB mit Zugfunk aus. Dieser Markt wurde kontinuierlich ausgebaut und Repräsentanzen in Ungarn, Tschechien, Polen, der Slowakei, der Ukraine, Russland, Slowenien und Kroatien eröffnet, 1994 Aufträge von mehreren europäischen Eisenbahnen umgesetzt. 2010 übernahm Kapsch die GSM-/GSM-R-Sparte von Nortel und wurde dadurch zu einem führenden Anbieter von digitalem Zugfunk. 2013 wurde ein zusätzliches Marktsegment erschlossen: Kapsch trat in den Markt für Kommunikationslösungen für den öffentlichen Verkehr ein - basierend auf der sogenannten TETRA-Technologie.

Der Siegeszug von Kapsch-Mautsystemen startete in Australien: Die Implementierung des weltweit ersten elektronischen Mautsystems für den mehrspurigen Fließverkehr auf einer Stadtautobahn erfolgte 1999 am Melbourne City Link. Österreich folgte 2003 mit der Realisierung des weltweit größten flächendeckenden elektronischen Lkw-Mautsystems. In Rekordzeit errichtete Kapsch 2006 das elektronische Lkw-Mautsystem für Tschechien und übernahm danach auch den Betrieb des Systems. 2011 folgte Polen, wo Kapsch den Auftrag für das gesamte Mautsystem auf insgesamt 2.000 Kilometer Autobahnen, 5.000 Kilometer Schnellstraßen und 600 Kilometer sonstigen Verkehrswegen erhielt. 2016 dann der nächste Meilenstein: Kapsch errichtete Europas größtes integriertes Advanced Traffic Management System in England und in den Niederlanden. Zudem stärkte Kapsch seine Marktposition durch die Übernahme der Transportation-Sparte von Schneider Electric.

Mit den vier Schlüsselgesellschaften - Kapsch TrafficCom, Kapsch CarrierCom, Kapsch PublicTransportCom und Kapsch BusinessCom - ist das Unternehmen bereit für die Herausforderungen der nächsten 125 Jahre.

Kapsch TrafficCom: Spezialist für intelligente Transportsysteme und Verkehrssteuerungslösungen

Kapsch TrafficCom ist ein Anbieter von intelligenten Verkehrssystemen in den Bereichen Mauteinhebung, Verkehrsmanagement, Smart Urban Mobility, Verkehrssicherheit und vernetzte Fahrzeuge. Das Unternehmen wurde 2002 gegründet, notiert seit 2007 im Prime Market der Wiener Börse (Symbol: KTCG) und beschäftigt mittlerweile mehr als 4.800 Mitarbeiter in mehr als 30 Ländern.

Die Wurzeln des Unternehmens liegen im Bereich der elektronischen Mauteinhebung: Anfang 2004 errichtete Kapsch TrafficCom in Österreich das weltweit erste elektronische LKW-Mautsystem für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen, bei dem Mautkontrolle und Abrechnung der Gebühren bei fließendem Verkehr erfolgen können. Mit erfolgreichen Projekten in mittlerweile über 50 Ländern überall auf der Welt und über 100 Millionen ausgelieferten On-Board Units zur Mauteinhebung ist das Unternehmen nach wie vor ein Vorreiter im Bereich der Mauttechnologie. Darüber hinaus wurde das Portfolio beständig erweitert und adressiert mittlerweile den Markt für intelligente Verkehrs- und Mobilitätssysteme. Dabei kommen Informations- und Kommunikationstechnologien zur Anwendung die den Transport einschließlich Infrastruktur, Fahrzeug, Benutzer und Industrie unterstützen und optimieren. Die Mobilitätslösungen helfen dabei, den Straßenverkehr in Städten und auf Autobahnen sicherer, zuverlässiger, effizienter und komfortabler zu machen sowie die Umweltbelastung zu reduzieren. Produziert werden die hoch spezialisierten Komponenten in den eigenen Werken in Wien-Liesing (Österreich), Jönköpping (Schweden) und McLean (USA).

Kapsch CarrierCom: internationaler Spezialist für digitale Zugfunksysteme

Eine der vier strategischen Geschäftsbereiche der Kapsch Group ist die Kapsch CarrierCom. Sie gilt heute als einer der führenden, global tätigen Hersteller, Lieferanten und Systemintegratoren von End-to-End Telekommunikationslösungen.

Kapsch CarrierCom ist für das digitale Zugfunksystem GSM-R (Global System for Mobile Communication - Railway) und für den Ausbau der größten GSM-R-Netze in Europa, Afrika und Asien verantwortlich. Insgesamt stattet das Unternehmen mehr als 80.000 Bahnkilometer aus und engagiert sich intensiv in Standardisierungsgremien, welche die Weiterentwicklung der Technologie vorantreiben. Kapsch CarrierCom ist auch der ideale Partner für Bahnbetreiber, die eine Umstellung von GSM-R, auf einen zukünftigen Mobilfunkstandard vornehmen.

Mit umfangreichen Kenntnissen auf dem Gebiet der digitalen Funkkommunikation, basierend auf TETRA-Bündelfunk-Technologie (TETRA, Terrestrial Trunked Radio) und digitaler Mobilfunknetze (DMR, Digital Mobile Radio-) Standards, konnte Kapsch CarrierCom bereits einige Projekte im Bereich Funkinfrastruktur, zum Beispiel die neue Metrolinie (Linie 4) in Rio de Janeiro, Brasilien, erfolgreich umsetzen.

Das Unternehmen bietet zudem Lösungen für Festnetz, Mobilfunk- und Kabelnetzbetreiber, sowie Energie-Versorgungsunternehmen und ist Experte für die Virtualisierung von Kommunikationsnetzwerken. Die Schwerpunkte liegen im Bereich der Zugangsnetze (via Funk, Glasfaser oder Kabel), sowie auf kundenspezifischen Implementierungen von Sprach-, Daten- und Security-Lösungen. Kapsch CarrierCom arbeitet dazu mit weltweit führenden Produktlieferanten zusammen und sorgt mit lokalem Know-how für integrierte Gesamtlösungen.

Kapsch PublicTransportCom: Fokus auf neue Wachstumsmärkte

Im Dezember 2016 wurde die Kapsch PublicTransportCom als eigener Teil der Kapsch Group ausgegründet. Mit der Gründung bekennt sich Kapsch klar zu den Wachstumsmärkten öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und urbane Mobilität. Die neu geschaffenen Strukturen erlauben ein fokussiertes und dynamischeres Standbein in diesen Bereichen. Die Kapsch PublicTransportCom produziert und liefert Lösungen für intermodale Betriebsleitsysteme (ITCS, Intermodal Transport Control System), elektronisches Fahrgeldmanagement (AFC, Automatic Fare Collection) sowie mobile Ticketsysteme und situationsaktuelle Fahrgastinformationen.

Kapsch BusinessCom: Experte für Digitalisierung und Cybersecurity

Die Kapsch BusinessCom ist einer der führenden Digitalisierungspartner und ICT-Serviceprovider für Unternehmen in Österreich. Dabei setzt Kapsch BusinessCom auf Herstellerunabhängigkeit und Partnerschaften mit weltweit führenden Anbietern wie Hewlett Packard Enterprise (HPE), Cisco oder Microsoft sowie auf ein breites Netzwerk aus Partnern aus der Forschung und branchenspezifischen Lösungsanbietern - vom Start-up bis zum Großkonzern. Dieses breite "Ökosystem" an Partnern zeichnet Kapsch aus und stellt die Grundlage dafür dar, Kunden bei der Steigerung der Business Performance sowie der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle optimal unterstützen zu können. Mit einem Team an Cybersecurity-Spezialisten berät die Kapsch BusinessCom Unternehmen zudem bei der Risikoanalyse, dem Aufsetzen von Datensicherungs-Prozessen und dem Schutz vor Hackerangriffen.

Neben der Systemintegration und der kontinuierlichen Weiterentwicklung übernimmt Kapsch immer mehr den vollständigen Betrieb von ICT-Lösungen von Unternehmen. Im Hochsicherheits-Rechenzentrum earthDATAsafe in Kapfenberg (Steiermark) - 2008 in einer Tiefe von 320 Meter errichtet - steht Kunden eine Infrastruktur für modernste und sichere Cloud-Lösungen zur Verfügung. Für Unternehmen wie die Österreichische Volksbanken AG oder PSA Payment Services Austria verwaltet Kapsch hier bereits große Teile der IT.

Quelle: www.ots.at

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