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Masterstudium - Ja oder Nein?

Mit der europaweiten Harmonisierung der Studiengänge und Abschlüsse durch den Bologna-Prozess stehen immer mehr österreichische Studierende vor der Frage, ob sie nach dem Abschluss als Bachelor (bzw. auch noch Bakkalaurea/Bakkalaureus) zusätzlich ein Masterstudium an ihr Curriculum dranhängen sollen. Die Entscheidung ist schwierig, abhängig von der Branche, den persönlichen Karrierezielen und natürlich auch den individuellen Vorlieben und Fähigkeiten.

Wir haben für dich einige Punkte und Beweggründe zusammengestellt, die dir diese schwerwiegende Wahl zwar nicht abnehmen können, aber deine Entscheidungsfindung und den realisierbaren Schritt in ein Masterstudium vielleicht etwas leichter machen können. 

    Lohnt sich ein Masterstudium?

    Mit dem Master in die Arbeitswelt

    Die Matura und ein akademischer Abschluss sind heute beinahe eine Grundvoraussetzung, um eine gehobene Position in der Privatwirtschaft oder einer Behörde zu bekommen. Für höhere Stellen beim Bund und den Bundesländern ist ein Masterabschluss oft sogar Pflicht, für Positionen in der Forschung, Entwicklung oder Wissenschaft ist ein Masterabschluss, oft sogar ein Doktor, ebenso eine Standardvoraussetzung.

    Aber auch ein Bachelorabschluss kann in vielen Bereichen ausreichend sein und eine gute Prognose für den Einstieg in die Arbeitswelt darstellen. Vor allem für das untere und mittlere Management aber auch im kreativen Bereich sind die Einstiegschancen mit einem Bachelorabschluss gut. Der finanzielle Spalt zwischen den Einstiegsgehältern mit Bachelor- und Masterabschluss liegt bei ca. 9 Prozent.

    Lohnt sich ein Masterstudium?

    © Lumina Images - Fotolia.com

    Persönliche Präferenzen

    Außer Acht lassen darf man natürlich nicht die persönlichen Präferenzen. Wer sich schon mit wenig Lust durch das Bachelorstudium gekämpft hat, der sollte sich sehr gut überlegen, ob er noch ein Masterstudium dranhängt oder vielleicht den direkten Einstieg in die Arbeitswelt vorzieht. Wer allerdings Spaß an der Studienzeit hatte, die fachliche Theorie aus dem Bachelor gerne vertiefend in der Materie anwenden möchte und wer in seiner Karriereplanung eine gehobene Position anstrebt, der sollte den Schritt ins Masterstudium wagen.

    Natürlich ist es auch möglich, berufsbegleitend oder gar nach einigen Jahren in der Praxis wieder an die Uni zu gehen und sich erneut zu inskribieren, allerdings fällt der Schritt zurück in das Studentendasein mit all seinen Vor- und Nachteilen erfahrungsgemäß sehr schwer. Deswegen ist die Aufnahme des Masterstudiums direkt nach dem Bachelorabschluss die häufigste Variante.

    Dringend überdenken muss man, ob man den Master im gleichen Studiengang studieren möchte oder – was mit einigen überwindbaren Hürden verbunden ist – ein fachnahes Studium, z.B. auch an einer anderen Hochschule, die spannendere und für das Curriculum bessere Wahl ist. 

    Arten

    Was erwartet dich im Masterstudium?

    Wie in praktisch ganz Europa hat das dreigliedrige Studiensystem (Bachelor - Master - Doktor/PhD) auch in Österreich das zweigliedrige System (Magister - Dr.) beinahe abgelöst. Lediglich in einigen juridischen Studiengängen gelten noch die alten Diplomstudienordnungen. Wie auch im Bachelor ist das Masterstudium in ECTS-Punkten aufgestellt, wobei hier wie im Bachelor ein Wert von 30 ECTS pro Semester kalkuliert wird.

    Üblicherweise dauernd Masterstudiengänge vier Semester, wenn das vorangegangene Bachelorstudium aber länger ist, so verkürzt sich die Dauer des Masterstudiums. Dies gilt für die sogenannten "konsekutiven" Masterstudiengänge. Konsekutiv bedeutet, dass das Masterstudium auf den fachgleichen Inhalten des Bachelorstudiums aufbaut, es sozusagen fortsetzt und vertieft. Nicht-konsekutive Studiengänge bauen auf einem wesentlich stärker interdisziplinären Vorwissen auf, richten sich aber vor allem an Absolventen, die bereits im Arbeitsleben stehen und ihr Portfolio erweitern und in neuen fachlichen Bereichen vertiefen möchten.

    Masterstudium

    © Syda Productions - Fotolia.com

    Folgende Masterabschlüsse sind in Österreich üblich:

    • Master of Arts (M.A.) für den Bereich der Sozial- und Gesellschaftswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften sowie Kultur- und Sprachwissenschaften.
    • Master of Science (M.Sc.) für theoretisch/wirtschaftliche Inhalte aber auch in Ingenieur- oder Wirtschaftswissenschaften
    • Master of Engineering (M.Eng.) ebenso für Ingenieurswissenschaften
    • Master of Education (M.Ed.) für LehrerInnen
    • Master of Laws (LL.M.) für juridische Studienabschlüsse
    • Master of Business Administration (MBA) für spezielle, meist berufsbegleitende Studien für den weiteren Aufstieg im Berufsleben
    Bewerbung

    Rechtzeitig bewerben

    Im Gegensatz zum Bachelorstudium, das außer in sehr überlaufenen Fachrichtungen vollkommen zulassungsfrei ist, musst du dich für ein Masterstudium rechtzeitig bewerben. Natürlich kannst du deine Unterlagen auch bei mehreren Universitäten oder Fachhochschulen einreichen. Rechtzeitig bedeutet, dass du die jeweiligen Fristen für die Bewerbung (meistens online) und die Zusendung von Unterlagen und Bestätigungen beachten musst.

    In der Regel beginnen Masterstudiengänge zum Wintersemester, das bedeutet, dass du dich noch bevor du deinen Bachelorabschluss hast, frühzeitig bewerben musst. Häufig beginnt die Bewerbungsfrist bereits im Jänner und endet im April oder Mai, das Abschlusszeugnis des Bachelors musst du dann nachreichen. Erhältst du eine Zusage, so darfst du keinesfalls die persönliche Inskription (in der Regel während des Sommers) an der Hochschule vergessen, da dein Studienplatz sonst verloren geht. 

    Rechtzeitig für das Studium bewerben

    © olando - Fotolia.com

    Finanzierung

    Finanziell gesehen ändert sich bei Aufnahme eines Masterstudiums nach dem Bachelorabschluss nach wenig. Auch hier gilt, dass der Studienbeitrag erst fällig wird, wenn du die Mindeststudienzeit + zwei Toleranzsemester überschritten hast.

    Mit der Aufnahme eines Masterstudiums beginnt auch die Semesterzählung wieder neu. Der ÖH-Beitrag bleibt ebenso gleich. Privaten Universitäten und Hochschulen steht es allerdings frei, welche Beiträge sie für ein Studium erheben. Etwas kniffliger verhält es sich mit der Familienbeihilfe dann, wenn der Übergang von Bachelor zu Master nicht reibungslos klappt oder du vorerst keinen Platz in deinem Wunschstudium bekommst. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, vorübergehend ein anderes Studium aufzunehmen. Natürlich ist auch dann aber auch der Studienerfolg nachzuweisen. 

    Master of Business Administration (MBA)

    Der nächste Schritt auf der Karriereleiter

    Eine besondere Form des Masterstudiums ist das MBA-Studium (Master of Business Administration), das sich an eine andere Zielgruppe richtet. Es gilt als der Karrierekick für Menschen, die bereits sehr erfolgreich im Arbeitsleben stehen und den nächsten Schritt auf der Karriereleiter erklimmen möchten. Diese Programme, die meistens berufsbegleitend und gebündelt an einzelnen Tagen oder in einzelnen Wochen ihre Inhalte an die Studierenden vermitteln, richten sich an Fachkräfte.

    Was erwartet dich im MBA?

    Die wenigen MBA-Plätze sind trotz ihrer hohen Preise (öffentliche Universitäten in der Regel ab 15.000-20.000 Euro, private Hochschulen wesentlich mehr) sehr gefragt. Als Zugangsvoraussetzungen gelten neben einem Studienabschluss oder in der Praxis erworbenen Fähigkeiten viele individuelle Merkmale der/des BewerberIn, auch aus ihrem/seinem Arbeitsumfeld.

    Der MBA vertieft unter anderem die Bereiche der MitarbeiterInnenführung, Unternehmensorganisation, Wettbewerbsanalyse und des strategischen Marketings, weitere Schwerpunkte müssen im Rahmen des Programms individuell ausgewählt werden. Ein MBA-Studium ist sozusagen der nächste Schritt in der Karriereleiter für alle Professionals, die sich bereits bestens auf dem Arbeitsmarkt etabliert haben.

    Weitere Informationen zum MBA findest du hier

    05/2017

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